Es bedeutet eine große Verantwortung sich einen Kangal in unseren Regionen zu halten, da seine hohe Selbstständigkeit und der starke Schutztrieb es nicht gerade einfach machen ihn in unsere Lebensweise zu integrieren.
Als zukünftiger Halter sollte man sich bereits im Vorfeld ausgiebig mit Hunde- und Wolfverhalten auseinandergestzt haben.
Für seine Erziehung benötigt man viel Zeit, Geduld und Konsequenz, denn halbherzigen Erziehungsversuchen widersetzt er sich erfolgreich. Da das Lernverhalten dieser Hunde anderen Regeln folgt, als das der seit Jahrhunderten beim Menschen lebenden Schäferhunde etc., sind viele Ratschläge aus einschlägiger Literatur nicht oder nur bedingt anwendbar.
Sehr wichtig sind Gehorsamkeits- und Bindungsübungen. Ein gut eingezäunter Garten oder Grundstück, das nicht irrtümlich von Fremden betreten werden kann, wäre optimal um den Hund seinen Wach- und Schutztrieb nachgehen zu lassen.
Dem Hund sollte von Anfang an klar gemacht werden, das Fremde in Anwesenheit von Herrchen oder Frauchen unbehelligt das Grundstück betreten dürfen.
In der Familie sind HSH liebevolle Hausgenossen und auch im Umgang mit Kindern in der Familie gibt es nicht mehr oder weniger Probleme als bei Hunden anderer Rassen.
Lediglich Fremden gegenüber wird er immer distanziert und misstrauisch sein. Der Familienanschluß ist für ihn sehr wichtig, er ist kein Hund für den Zwinger und auch in einem noch so großem Garten sollte der Kangal nie sich selbst überlassen bleiben, da er sonst anfangen wird sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und sich schon bald von seinem Halter nichts mehr sagen lässt.
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